Eine Reihe für Berliner Künstler*innen aus den Bereichen Tanz, Theater, Film und Performance vom 25.4. – 16.5.2026
Kuratiert von Frauke Havemann und Peter Stamer // Schwedter Straße 232 // 10435 Berlin // Veranstaltungsorte: Pavillon & AULA im Milchhof // www.AULA-milchhof.de // instagram: unterdempflaster
Frauke Havemann und Peter Stamer laden Berliner Tanz-, Bühnen-, Film- und Performance-Künstler*innen in ein, die mit den (Un-)Ebenheiten des Berliner Pflasters bestens vertraut sind. Ausgehend von ihren interdisziplinären Arbeitsweisen experimentieren die Künstler*innen mit neuen Formen und Formaten der Erzählung und Darstellung.
Der Titel der Reihe ‚Unter dem Pflaster‘ spielt augenzwinkernd mit einem alten gesellschaftspolitischen Sinnspruch der Situationisten der 1960er Jahre, wonach es jenseits der konsumorientierten Existenz noch ein Leben in Freiheit geben müsse, das vom Asphalt der Städte lediglich überbaut sei. 2020 ins Leben gerufen, ist damit ein offenes Format entstanden, in dem Arbeiten unabhängig von kuratorischen Konjunkturen verwirklicht und gezeigt werden können.
Sa., 25. April 2026, 20 Uhr, Pavillon am Milchhof
YOUR PAST IS MY FUTURE
Performance von Maren Strack, Kerstin Lücker, Johan Lorbeer
Maren Strack weiß, wie man vergessene Symbole in neue Formen gießt. In fünf Szenen rollt sie den schwarzen Faden der Historie aus; webt alte Geschichten in neuen Stoff. Das Autorenteam Strack / Lorbeer / Lücker blickt in „YOUR PAST IS MY FUTURE“ zurück und nach vorn. Bühnenobjekte werden zu Akteuren, stören Choreografien, provozieren Brüche – Der schwarze Raum macht still. Nur wer noch Licht hat, darf sprechen.
Performance: Maren Strack // Tonregie, Komposition: Kerstin Lücker // Künstlerische Leitung: Johan Lorbeer // Co-Bühnenbild: Peter Friedrich // Lichtdesign: Fabian Bleisch // Produktionsdramaturgie: Mario Stumpfe
www.maren-strack.de
Gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg
Sa., 2. Mai 2026, 19.30 Uhr, AULA im Milchhof
DER VERLORENE VATER
Film als Installation von Thomas Martius
Die dokumentarische Fiktion erzählt mit grell-bunten 8mm- Amateurfilmaufnahmen eine Familiengeschichte, die sich über die USA und Deutschland bis nach Ex-Jugoslawien ausbreitet. Das grobkörnige Filmmaterial wurde in den 1960er und 70er Jahren nur sparsam eingesetzt – ohne Autofokus und Mikrofon, in einer Ära vor Home-Video und Internet. Thomas Martius installiert den dreiteiligen Film in der Aula, mit durchscheinenden Projektionen auf Gaze. Zusammen mit Avataren und einer Kinotherapeutin hilft er Selma, ihren Vater zu suchen – und vielleicht sich selbst zu finden.
Mehr Informationen zum Projekt und den Mitwirkenden: https://derverlorenevater.thomasmartius.de/pressetext/
Sa., 9. Mai 2026, 19.30 Uhr, Pavillon am Milchhof – DOPPELABEND
GROOVE LAB: PIPE EDITION
Tanzsolo von Anton Gerzina
Die Arbeit lotet den Spielraum aus, den eine Metallstange einem Tänzer wie auch der Tänzer der Metallstange gewährt. Der Körper sucht nach einer Struktur, an der er sich festhalten kann, während diese ständig in Bewegung ist. Figuren und Bilder verschwimmen und verschieben sich ineinander. Was wird hier gehalten? Wer hält hier wen? In diesen Reibungen kommt die Temperatur ins Schwanken, und das Rhythmische wird beschworen.
Tanz & Klänge: Anton Gerzina
FRAMES FRAGMENTS FREQUENCIES
Eine experimentelle Tanzfilmreihe von WILHELM GROENER
FRAMES FRAGMENTS FREQUENCIES, ein Experimental-Kurzfilm-Projekt in acht Kapiteln, ist eine Reflexion über Zeitlichkeit und Bewegung, Maskerade und Eskapismus, Licht und Dunkelheit, Abstraktion und poetische Befragung der Realität. Eine filmische Phantasmagorie irgendwo zwischen Hyperaktivität und Somnambulismus. Bei Unter dem Pflaster wird eine Auswahl der Kapitel gezeigt.
Mitwirkende: Ben Cottrell, Mike O’Connor, Rudi Fischerlehner, Mariola Groener, Ulrich Huhn, Assaf Abraham Hochman, Anna Melnikova, Matthias Schellenberg, Aya Toraiwa, Frank Willens, Günther Wilhelm // Regie: Mariola Groener // Kamera: Matthias Schellenberg, Thilo Schmidt // Licht: Mariola Groener, Andreas Harder, Matthias Schellenberg // Schnitt: Matthias Schellenberg // Tonaufnahme: Emil Morgenstern // Tonbearbeitung: Rudi Fischerlehner // Schlagzeug: Rudi Fischerlehner // Raum: Mariola Groener // Kostüme: ATELIER.W.G. // Technische Leitung: Andreas Harder // Assistenz: Hans Löffler // Media Design: Stefan Landrock // Social Media: Julia Keutner
Sa., 16. Mai 2026, 19.30 Uhr, Pavillon am Milchhof
DINNER FOR ONE
Installation von Markus&Markus Theaterkollektiv
2015 porträtierte das Markus&Markus Theaterkollektiv für eine Inszenierung die 81-jährige Margot, die ihren eigenen Tod mit einer Schweizer Sterbehilfeorganisation plante. Das Kollektiv begleitete sie in ihren letzten Lebenswochen. Fast jeden Tag gab es bei ihr zu Hause zur Stärkung mehrere Mahlzeiten.
Nun lädt das Kollektiv wieder an den Tisch ein. Brot, Kuchen, Kurbelkäse und im Video: Margot. Ein Dinner for One, bei dem die Tischdame bereits verstorben und doch Gastgeberin einer Feier des Lebens ist.

Am Tisch mit Margot (und Katarina, Markus, Lara-Joy und Markus)
www.markusundmarkus.at
@markusundmarkuskollektiv
Eine Produktion von Markus&Markus Theaterkollektiv in Koproduktion mit der AULA im Milchhof und Ballhaus Ost. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Vorarbeit gefördert durch Mittel des Landes Niedersachsen auf Beschluss des Niedersächsischen Landtages.
Unter dem Pflaster 2026 // kuratiert von Frauke Havemann und Peter Stamer // Schwedter Straße 232 // 10435 Berlin // Veranstaltungsorte: Pavillon & AULA im Milchhof // www.AULA-milchhof.de // instagram: unterdempflaster
Bei den Veranstaltungen im Pavillon sitzt das Publikum im Freien. Freier Eintritt.
Die AULA wird im Jahr 2026 gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt in Berlin.

Mit besonderem Dank an FLINN WORKS für die Überlassung der Kopfhörer!
